Wohlvertrautes wirkt befremdend

Schmerz verdrängt Liebe in die Erinnerung dessen, was sein könnte…

entzieht den Boden unter den Füßen ~

Schwindel und Übelkeit machen sich breit.

 

Ziellos irre ich durch´s Gedränge der Stadt

weglaufen vor dem was Heimat bedeutet

auf der Suche nach Zustimmung im Blick vorübergehender Passanten

ein ungefährlicher Augen-Blick der Zuneigung Fremder die nicht verletzen können ~ ein Moment unverbindlicher Anteilnahme.

 

Rückzug in die eigene Stille

Flucht vor dem Lärm derer, die sonst dein Wohlbefinden nähren.

Rücksichtsloses Bedrängen versucht zu fesseln,

was bindungsunfähig ist und nicht bereit zur Gefangenschaft in

engen Gedankenkonstrukten, Worten lauter Dominanz und Macht.

 

Gewalttätigkeit ~ den engen Raum einer vorgefertigten Schublade fremder Vorstellungen zu akzeptieren um eigene Potentiale darin zu begraben versehen mit dem Kreuz falsch verstandener Großherzigkeit.

Den Wolf an die Leine nehmen und den möchte-gern-Schoßhund mit vermeintlicher Liebe erdrücken…

 

Rückzug in die Stille eines kurzen Augenblicks deiner Bedürftigkeit,

wo die Toilettenspülung das Einzige ist was lärmt und die Illusion entsteht, den Schmerz mit hinunter spülen zu können.

Ein heiliger Raum, der ohne Kampf als der eigene respektiert wird, für eben einen kurzen Augenblick.

 

(C) Stephanie 2010

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